Umgestaltung des Klinikums der Goethe Universität, Frankfurt

2006 bis 2016

Die Außenanlagen des Klinikums Frankfurt an der Goethe Universität bieten unterschiedliche Qualitäten. Die Hofbereiche sind mit Steinplatten in geometrischer Anordnung von Schwarz-Weiß Kontrasten gestaltet, die Bebauung ist durch Baumalleen gerahmt, die Freiräume finden eine Aufweitung hin zu einem gepflasterten Platz. Auf diesem Platz sind Sitzbänke räumlich eingefaßt in geometrisch angelegte Pflanzbeete und Hecken. Die Geometrie der Raumfolgen findet Auflockerung durch dicht gesetzte Stauden in den unversiegelten Bereichen. Das Forum wird durch Streifen aus Heckenpaketen und Staudenpflanzungen sowie Wegen gegliedert. Das strenge Muster wird hierbei durch ein Spiel aus unterschiedlichen Dimensionierungen der Breiten und auch horizontalen Versprüngen aufgelockert. Die Wegestruktur aus wassergebundene Wegedecke lädt zum Aufenthalt ein, eröffnet kleine Räume innerhalb der Pflanzflächen entlang der Hauptwegerichtung, die diagonal über das Forum zum Haupteingang führt. Das Verspringen der Wege erlaubt viele Sichtbeziehungen und entschleunigt die strikte Wegführung. Die Gehölze schaffen sowohl sonnige, wie auch schattigere Bereiche für Wege und Stauden. Die Pflanzungen variieren Linearität. Die Breite der Streifen nimmt in Richtung des Klinikums stetig ab, bis ein Heckenpaket den Abschluss bildet. Die Heckenpakete orientieren sich an der linearen Pflasterung im Eingang Magistrale und werden, trotz abfallender Geländehöhe geradlinig geschnitten. Dieses Prinzip wird auch auf den Kronenansatz der Bäume im Forum angewendet. Um vom Hörsaal aus eine direkte Sicht auf das Main-Ufer zu haben, verläuft der Kronenansatz nicht parallel zum Boden, sondern wird an einem Hochpunkt im Eingangsbereich linear ausgerichtet. Die Stauden- und Baumbepflanzung betonen die besondere Gestaltung des Forums und hebt es von den umgebenden Flächen ab. Die Gehölze bestechen durch ihre besondere Frucht oder Rindenstruktur, die Blattform oder durch eine besondere Herbstfärbung. Der Vorplatz des Hörsaals bietet dabei genügend Abstand, um das Forum wirken zu lassen. Auf dem Vorplatz wie auch zwischen dem Medicum und dem Forschungsgebäude werden die Hochbeete aus dem angrenzenden Bauabschnitt in den Entwurf aufgenommen und weiter fortgeführt. Ähnlich wird auch der schon teilweise realisierte Belag aus gestreiftem Betonsteinpflaster auf den Vorplatz übertragen und wird in die Umgebung ausgedehnt. Die Kulturen der Anlage von Stadtraum, Stadtplatz und öffentlicher Garten finden ihren Ausdruck in dem Gesamtkonzept für die Abstimmung von Farben, Pflanzen und Materialen in der Architektur von Bebauung und Freiraum

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