DJA Jebel Ali, Dubai, United Arab Emirates

2008 bis 2009

Das Projekt Downtown Jebel Ali (DJA) in Dubai sieht die Entwicklung eines neuen Stadtteils über elf Kilometer entlang von Dubais Hauptverkehrsader vor. An der „Central Plaza“ ist ein Gebäude der Architekten Murphy / Jahn, Chicago, geplant. In dem Würfel von 133 Metern Kantenlänge befindet sich ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit einem Umsteigebahnhof zwischen Fern- und Regionalzügen. Während der Fernbahnhof unterirdisch angelegt ist, verläuft der Regionalbahnhof auf einer aufgeständerten Trasse. Das Gebäude gewährleistet die Erschließung der verschiedenen Verkehrswege, beherbergt aber auch ein Einkaufszentrum, Parkdecks und in den Obergeschossen Büros, Hotels und Apartments. Die Freiräume „verankern“ diesen DurchgangsOrt. Das Gebäude ist durchbrochen, um Licht ins Zentrum des Komplexes zu lassen, wo sich die Zugänge zu Bahnhof und Einkaufszentrum befinden. In der Mitte befindet sich eine große, kreisrunde Öffnung, so dass die Untergeschosse belichtet werden. Aus dem Zentrum des Komplexes „schießt“ ein künstlicher Geysir. Die Außenraumgestaltung nimmt dieses runde Zentrum als Ausgangspunkt des Entwurfs auf. Wie in einem Strudel „strömen“ bepflanzte Hügel, Wasser und Wegeflächen um das Zentrum. Eine dynamisch bewegte Landschaft „umspült“ die Gebäude. Auf Straßenniveau sind Rasenhügel mit Palmen als Zitate der typischen Formation von Topografie und Vegetation in den Oasen und Gärten Dubais angelegt. Vom Gebäude aus betrachtet, erzeugen die Pflanzflächen eine grafisch anmutende Struktur. Auf der Straßenebene sichern sie die menschliche Maßstäblichkeit am Fuße des Hochhauses. Das Dach des Einkaufszentrums, das den zentralen Zylinder umschließt, wird durch üppig angelegte Pflanzungen von blühenden Beeten und Laubbäumen zum „Paradiesgarten“. Auf den spiralförmigen Wegen kann man durch diese Üppigkeit wandeln. Aufenthaltsbereiche laden zum Ausruhen und zum Rückzug von der Geschäftigkeit des Umfeldes ein. Die Gestaltung nimmt die Dynamik und Urbanität des Umfeldes auf, schafft aber gleichzeitig durch das üppige Grün einen Gegenpol zu dessen technischer Anmutung und Funktionalität. Bilder von Oase und Paradies als Sehnsuchtsorte, an denen „Natur“ Sinnbild einer Ganzheit oder „heilen Welt“ ist, sind in diesem Entwurf strukturell umgesetzt. Sie beziehen ihre Stärke nicht nur aus dem Kontrast zwischen Pflanze und gebauter Umgebung, sondern auch aus der Bandbreite der Angebote zwischen Zonen des Verweilens und einzelnen Orten der Ruhe an diesem großen Ort des Transits.

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